Duvel Bier im Duvel Glas

Bereits im frühen 20. Jahrhundert hat die Brauerei Moortgat Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um ein teuflisch gutes Bier zu brauen. Dabei herausgekommen ist das legendäre Duvel, ein belgisches Bier, das jeder Gerstensaft-Enthusiast kennen(lernen) sollte. In Deutschland befindet es sich längst auf dem Eroberungszug durch heimische Biergärten und –gläser, und das völlig zurecht. Lassen Sie sich von uns erleuchten, warum das Duvel immer eine Sünde wert ist.   

Dass das Duvel-Bier teuflisch gut ist, das wussten die Brüder Albert und Victor Moortgat schon 1923, als sie ihre neue Kreation nach langem Probieren und Experimentieren endlich öffentlich verkosten ließen. Ursprünglich hatten sie das von englischen Ales inspirierte Bier „Victory Ale“ getauft, in Anlehnung an das Ende des Ersten Weltkrieges. Als der lokale Schuhmacher Van de Wouwer jedoch begeistert ausrief, dass es sich bei dem Bier um einen echten Teufel („een echte Duvel“) handele, änderten die Brüder kurzerhand den Namen – und gaben damit den Startschuss für eine Erfolgsgeschichte, die die Duvel Moortgat-Brauerei weltweit zu einem Aushängeschild belgischer Braukunst machte.

Für solch einen Namen konnte man im erzkatholischen Flandern der 20er-Jahre schon mal in Teufels Küche kommen, doch schon damals war eine ordentliche Prise Provokation nicht selten willkommene Aufmerksamkeit. Ein polarisierender Name allein ist allerdings wenig wert, wenn die Qualität des Bieres eher Scheu und Schlichtheit anstatt sündig-süffiger Reize predigt. Was also macht das Duvel so einzigartig?

Duvel Bier – einzigartiger Geschmack, einzigartige Herstellung

Die größte Überraschung ist wohl der hohe Alkoholgehalt des Duvel (8,5%) – und wie angenehm wenig man davon schmeckt. Stattdessen dominieren den Gaumen eine subtile Bitterkeit sowie süßliche, luftige und malzige Aromen, die von einer markanten Hopfennote begleitet werden. Insgesamt begeistert die belgische Bierspezialität, die man am besten aus dem eigens für das Bier kreierten Duvel-Glas genießt, mit einem perfekt ausbalancierten, runden Gesamteindruck.

Neben dem frischen Quellwasser aus dem eigenen, 60 Meter tiefen Brunnen, sind die Gerste, die fünf Tage lang in der Mälzerei keimt, und die beiden Hopfensorten Styrian Golding und Saaz-Saaz die entscheidenden Ingredienzen dieses goldenen Traditionstropfens. Mindestens so entscheidend aber ist natürlich der Brauprozess, für den sich die Experten der Duvel-Brauerei 90 Tage lang Zeit nehmen. Für die Fermentation nutzen die Brauer jene spezielle Hefekultur, die Albert Moortgat nach langer Suche 1918 in Schottland entdeckte. Auch die lange Reifezeit – zwei Wochen im warmen und sechs Wochen im kalten Keller – trägt im besonderen Maße zu der außergewöhnlichen Qualität des Duvel bei.

Das Erfolgstrio von Duvel

Das Duvel-Bier hat sich in Deutschland wie auch in zahlreichen anderen Ländern längst einen Namen gemacht – nicht nur als eines der besten belgischen Biere, sondern als eines der besten Biere weltweit. Wo andere Brauereien nun die Gunst der Stunde nutzen und mit zahlreichen Ablegern und Versionen ihres eigenen Bieres den Markt fluten, bleibt die Duvel Moortgat-Brauerei bei dem Bier, das seit fast einem Jahrhundert die Menschen begeistert – mit zwei vorzüglichen Ausnahmen!

Seit 2007 begeistert das Duvel Triple Hop Bier-Freunde und Fachjurys gleichermaßen. Das Geheimnis? Neben den Sorten Styrian Golding und Saaz-Saaz fügen die Brauer eine dritte Hopfensorte hinzu und wenden außerdem die Methode des Trockenhopfens an, bei der zusätzlich zum üblichen Verfahren zu einem späteren Zeitpunkt Hopfenzapfen hinzugegeben werden. Dadurch intensiviert sich die Hopfenaromatik des fertigen Bieres. Nachdem sechs verschiedene Triple Hop-Varianten produziert wurden, ließ die Brauerei ihre Fans abstimmen, welchen dritten Hopfen sie bevorzugen. Die glückliche Gewinnerin ist die Sorte Citra, die sich nun dauerhaft in Form des Triple Hop Citra in Ihrem Glas wiederfinden darf.

Der Dritte im Bunde ist seit 2017 eine mehr als exklusive belgische Bierspezialität namens Duvel Barrel Aged. Wie der Name schon sagt, durfte dieses Bier in Fässern reifen – und auch hier war das Beste gerade gut genug: Amerikanische Bourbon-Fässer, in denen jahrelang Whiskey lagerte, vermachen dem für mehr als sechs Monate im Fass gereiften Bier wunderbar weiche Vanille- und Karamellnoten. Nur in geringen Mengen produziert, ist das Duvel Barrel Aged ein seltenes Gut – dafür aber auch teuflisch gut.

Tipp für Gastronomen:

Erzählen können wir viel über die Qualität des Duvel, doch bekanntlich geht Probieren über Studieren. Veranstalten Sie für Ihre Gäste oder auch im geschlossenen Rahmen doch ganz einfach ein Tasting, bei dem Sie das Bier (und nach Belieben auch weitere belgische Biere) ausgiebig verkosten und direkt wertvolle Reaktionen einholen können. Machen Sie Biergenuss zu einem Erlebnis-Event, die Hamburg Beer Company unterstützt Sie jederzeit gerne!

Hedwig Neven, Braumeister bei Duvel

1958: Über die Grenzen Belgiens hinweg steigert sich der Bekanntheitsgrad des Bieres
1960: Die dritte Moortgat-Generation entwickelt ein spezielles, inzwischen kultiges Glas für das Bier
2000: Die vierte Moortgat-Generation tätigt groß angelegte Investitionen: Duvel wird zum Aushängeschild besonderer belgischer Biere
2007: Duvel Triple Hop erblickt das Licht der Welt
2017: Zum ersten Mal ist eine streng limitierte Menge Duvel Barrel Aged erhältlich

Duvel Moortgat Brauerei-Historie

1871: Jan-Leonard Moortgat gründet die Moortgat Brauerei
1900: Die beiden Söhne, Albert und Victor, schließen sich der Brauerei an
1900-1915: Die Söhne entwickeln die Überzeugung, ein ganz besonderes Bier zu brauen
1918: Albert fasst den Entschluss, ein Bier nach dem Vorbild englischer Ales zu kreieren. Auf seiner Reise durch Schottland entdeckt er einen einzigartigen Hefestamm, den die Brauerei auch heute noch nutzt
1918-1923: Die Brüder experimentieren so lange, bis die Rezeptur perfekt ist
1923: Ursprünglich „Victory Ale“ benannt, benennen sie das Bier in Duvel um und bringen es auf den Markt

Duvel Bier frisch gezapft
Duvel Bier Slogan